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Arbeitskonzept PTE Bonn

 

Die PTE Bonn fördert Kinder und Jugendliche mit Problemen beim Lesen und Schreiben (LRS), beim Rechnen (Dyskalkulie)  und bei Aufmerksamkeitsstörungen (ADS mit und ohne Hyperaktivität). Elemente zur Konzentrationsförderung sind ein Bestandteil in jeder lerntherapeutischen Einheit.  In einem gezielten Lerntraining lernen die Kinder und Jugendlichen, wie sie die Anforderungen der Schule gut meistern können. Eine lerntherapeutische Förderung trägt wesentlich zu einer guten emotionalen Befindlichkeit des Kindes bei. 

 

Eine vertrauensvolle  Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig. Wir geben Tipps, wie Eltern ihr Kind stärken und gezielt unterstützen können.  Die Kooperation mit den Lehrern ist selbstverständlich, wenn die Erziehungsberechtigten einverstanden sind.

 

Häufig wird eine Dyskalkulie oder eine LRS erst spät, manchmal sogar erst  in der weiterführenden Schule erkannt, so dass das lerntherapeutische Konzept auch bei älteren Kindern zur Anwendung kommt. 

 

In der PTE werden  fachliche und standardisierte Testungen durchgeführt, um den Leistungsstand und den  individuellen Förderbedarf der Kinder festzustellen.  Die Therapie setzt so punktgenau an dem Stand des Kindes an.

 

In der Therapie werden die Grundlagen im Rechnen und im Lese- und Schreibprozess  neu gelegt, so dass das Kind einen besseren Zugang zur Sprache bzw. zum Rechnen  bekommt. Die Lerntherapie arbeitet zunächst unabhängig vom Schulstoff. Der Anschluss an den Unterrichtsstoff erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt.  Dies geschieht in der Regel in Einzeltherapie. Findet die Therapie in der Schule statt, werden bis zu drei Kinder in einer Kleingruppe unterrichtet.

 

 

Dyskalkulieförderung

 

Ziele und pädagogisches Konzept:

  • Mengenerfassung
  • Erkennen von Zahlenbeziehungen
  • Erarbeitung der Rechenoperationen und ihrer Beziehungen zueinander
  • Aufbau des dezimalen Stellenwertsystems
  • Erkennen der Bedeutung dieser Kompetenzen im Alltag, z.B. Uhr lesen, Umgang mit Geld und Blitzrechnen

 

Diese Grundlagen sind Voraussetzung für alle weiteren Erkenntnisse in der Mathematik.

Mit Hilfe der Kieler Zahlenbilder und auch anderer Materialien werden zunächst die Zahlenräume bis 20 und danach bis 100 erarbeitet, bevor die verschiedenen Rechenoperationen thematisiert werden und in größeren Zahlenräumen gerechnet werden kann.  Die Erschließung sowohl der Zahlenräume als auch der Rechenoperationen erfolgt zunächst unter Zuhilfenahme von konkretem Material, bevor das Kind auf der ikonischen und der symbolischen Ebene weitergeführt wird. Die Zugänge erfolgen auch spielerisch.

 

 

LRS-Förderung

 

Ziele und pädagogisches Konzept

  • Förderung der phonologischen Bewusstheit (Lautdifferenzierung und Laut-Buchstaben-Zuordnung)
  • Lautgetreues Schreiben mit Hilfe der Silbierungsmethode
  • Einüben der Rechtschreibregeln
  • Erwerb von Lesekompetenzen
  • Sinnentnehmendes Lesen
  • Verfassen von eigenen Texten und Erkennen der Funktionalität im Alltag

 

Mit dem Kind werden individuelle Lösungswege erarbeitet, die es ihm ermöglichen, sich in  Deutsch zu verbessern. Um dem Kind gerecht zu werden, empfiehlt sich bei einer diagnostizierten Lernstörung eine Einzelförderung.

 

 

Wortschatzaufbau mit dem Wortschatzsammler

 

Ziele und pädagogisches Konzept

  • Ein Training zur Überwindung von Wortschatzarmut bei Kindern nach dem Konzept von Motsch.
  • Vermittlung von Strategien, mit denen das Kind selbständig seinen Wortschatz erweitern kann.

Das Training wird in einer Kleingruppe über einen Zeitraum von etwa 5-6 Monaten durchgeführt. Eine Finanzierung über das Bildungspaket ist möglich.

 

 

Konzentrations- und Lerntraining

 

Ziele und pädagogisches Konzept

  • Konzentrationsübungen
  • Erlernen von Basisfertigkeiten (genau hinschauen und hinhören, kontrollieren)
  • Vermittlung von Lernstrategien
  • Aufbau von Motivation

Das Konzentrationstraining  erfolgt in der Gruppe, da der Austausch der Kinder untereinander notwendig ist (3-4 Kinder, werden altersgemäß zusammengefasst).

Gearbeitet wird hier nach verschiedenen Trainingsprogrammen, beispielsweise nach dem Training von Lauth und Schlottke: Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern (Basis- und Strategietraining), dem Marburger Konzentrationstraining, dem Attentioner nach Jakobs und Petermann, der EndresLernmehodik. 

 

 

Kostenübernahme

Unsere Mitarbeiter sind  vom Jugendamt Bonn als Leistungserbringer im Bereich der Lerntherapie für Leistungen gemäß §35a SGB VIII anerkannt. 

Das Jugendamt Bonn übernimmt die vollständigen Kosten der Lerntherapie, wenn eine LRS bzw. ein Dyskalkulie diagnostiziert wurde. Dies geschieht unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ausschlaggebend ist alleine das Vorliegen einer Teilleistungsstörung.  Die Beantragung dauert bei Vorlage des ärztlichen Gutachtens noch etwa 3 Monate. Die Eltern werden bei einem kostenlosen Erstgespräch ausführlich über die Möglichkeiten der Finanzierung beraten. Die Förderungsdauer über das Jugendamt beträgt in der Regel 1-2 Jahre. 

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